Ich sehe was,

was du nicht siehst.

Wir können es versuchen.

Kindern mit einer Besonderheit im Spektrum der Neurodivergenz (z.B. bei ADHS und Autismus) ist es manchmal unmöglich, Dinge so zu tun, wie man es sollte oder wie es eben alle machen. Sie müssen spezielle, manchmal umständlich wirkende Wege nutzen, um das gleiche Ziel zu erreichen. Scheinbar gewöhnliche Anforderungen des täglichen Lebens können erhebliche Herausforderungen für die gesamte Familie bedeuten.

Die IDS-Therapie hilft Eltern, das Besondere ihrer Kinder nicht länger nur als Defizit zu betrachten, sondern als Chance auf mehr Weitblick.

Verstehen.

Der Neurodivergenz können mehrere Faktoren zugrunde liegen, die auch in ihrer Ausprägung individuell sehr unterschiedlich sein können.  Wir benennen hier drei der häufigsten Faktoren.  

1. Unterschiede in der Wahrnehmung

Hier geht es um die Intensität wahrgenommener Reize. Wie werden Sinneseindrücke gefiltert, sortiert und verarbeitet?  Die Frage, ob ein Mensch in der Lage ist, Anforderungen "adäquat" zu bewältigen, hängt damit zusammen, wie sein Gehirn Reize aufnimmt und verarbeitet.    

2. Unterschiede im neurochemischen Stoffwechsel

Diese zeigen sich z. B.  in der Abbaugeschwindigkeit von bestimmten Neurotransmittern, wie z.B. bei AD(H)S, dabei spielt es eine wichtige Rolle, dass der Neurotransmitter Dopamin zu schnell abgebaut wird.

3. Unterschiede der neuronalen Verknüpfungen

Diese Unterschiede können sich sich auf die Art Wissen aufzunehmen, Wissen abzurufen und/oder die Art der Verknüpfung von Sinneseindrücken beziehen. Sagt ein Kind alles, was ihm einfällt oder was zu Situation passt oder werden manchmal Farben gehört und Töne gesehen ?(Synästhesie)

Anpassen.

IDS sortiert im Rahmen des Assessments die Fülle an individuellen Einflüssen und besonderen Merkmalen  und arbeitet den Status Quo des kindlichen Entwicklungstandes und die daraus folgenden individuellen Bedürfnisse heraus.

Die Eltern werden aktiv einbezogen und fungieren als Co-Therapeuten. Das Ziel ist, die vorhandenen Stärken und Fähigkeiten so auszubauen, das darauf aufgebaut werden kann. Alle therapeutischen Hilfsmittel, müssen an das individuelle Verhaltensmuster angepasst werden.

Einige Kinder benötigen  z. B. Hilfsmittel, um sich vor Reizüberflutungen (z.B. Kopfhörer) zu schützen. Sie brauchen regelmäßig Ruhe und Abstand um ihr Nervensystem zu beruhigen und eine besondere Art der Informationsdarbietung um schulische und soziale Anforderungen zu bewältigen. Das Programm dient der Förderung des Lernens und der Entwicklung, insbesondere der Kommunikations- und Sozialkompetenz, der Unabhängigkeit, der Bewältigungsfähigkeiten und der Fertigkeiten für das tägliche Leben wie Anziehen, Waschen, Zähneputzen usw.

Die Beteiligten erlernen Methoden , die das Miteinander der Familie, die Organisation des Haushalts und die Aktivitäten des Kindes verändern können. Nicht kurzfristig, sondern lebenslang.